Sonderausstellung "Wilder Wald am großen Fluss"

Faltblatt MediAN zum Download

Zwischen „Bäumen“ wandeln die Besucher in der aktuellen Sonderausstellung im Biosphaerium unter dem Motto „Wilder Wald am großen Fluss“. Beim „Waldspaziergang“ lassen sich in den Dioramen wie auch hinter Gucklöchern und Klappen seltene Tiere und Pflanzen, emporrankende Lianen und verschiedene Lebensräume der Flussaue entdecken. Sogar ein Blick ins Erdreich wird den Besuchern geboten. Monitore informieren mit historischen und aktuellen Aufnahmen über Hochwasserereignisse in der Region. Zugleich erklingen anderswo das Flöten des Pirols und ein charakteristisches Laubfroschkonzert. Eine Bilder-Show zeigt stimmungsvolle Aufnahmen aus der Flussaue.

Entdecken Sie die Besonderheiten der Hartholzaue und werden Sie zum Waldforscher. Vorgestellt wird die Arbeit im laufenden Projekt MediAN, bei dem es um den gesellschaftlichen Nutzen von Hartholz-Auenwäldern geht. Die Forscher aus dem Projektverbund MediAN werden noch mindestens bis zum Jahre 2023 im Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“ unterwegs sein werden. Doch schon heute können erste Erkenntnisse in dieser Sonderausstellung präsentiert werden. Nähere Informationen zum Forschungsprojekt „MediAN“ finden Sie auch im dazugehörigen Faltblatt, welches Sie sich hier als herunterladen können (pdf-Datei 560 KB). Die Ausstellung steht bis zum Jahresende im Biosphaerium Elbtalaue.

Bürgermeister Dennis Neumann, Dr. Franz Höchtl von der Biosphärenreservats-
verwaltung Niedersächsische Elbtalaue sowie Paula Höpfner und Axel Jahn von der Loki Schmidt Stiftung in der Sonderausstellung

Zur Eröffnung Anfang September trafen sich Bürgermeister Dennis Neumann und Dr. Franz Höchtl von der Biosphärenreservatsverwaltung Niedersächsische Elbtalaue im Biosphaerium mit Paula Höpfner und Axel von der Loki Schmidt Stiftung, die für den Forschungsverband MediAN die Ausstellung konzipiert haben. Dabei wurden nicht nur die interaktiven Elemente der Ausstellung erprobt. Es wurde auch gleich die Bedeutung der Hartholzauwälder für das Hochwassermanagement und den Klimaschutz erörtert. Denn Hartholzauenwälder sind in der Lage, wie ein Schwamm große Wassermengen aufzunehmen und damit das Fließverhalten von Flüssen zu beeinflussen.

Heute ist gerade einmal etwa ein Prozent dieser Wälder an der Elbe erhalten geblieben. Auf diese Flächen blickt der Forschungsverbund, zu dem u.a. namhafte Einrichtungen wie die Universität Hamburg (Angewandte Pflanzenökologie), das Senckenberg Museum für Naturkunde in Görlitz, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung sowie die Technische Universität in Berlin gehören.

Die Loki Schmidt Stiftung kauft, gestaltet und pflegt seit 40 Jahren Grundstücke für den Naturschutz, damit selten gewordene Pflanzen und auch Tiere dort überleben können. Viele praktische Projekte zum Schutz der Natur in Hamburg und ganz Deutschland haben die Stiftung bekannt gemacht. Mit der Aktion „Blume des Jahres“ rückt die Loki Schmidt Stiftung
seit 1980 in jedem Jahr einen selten gewordenen Lebensraum in den Fokus und gibt der Natur damit eine Stimme.