Schloss Bleckede – ein historisches Kleinod

Tag des offenen Denkmals 2021

Am 12. September 2021 fand der bundesweite Tag des offenen Denkmals auch in Bleckede statt

Vielen Dank für Ihr großes Interesse an unseren Führungen durch den Nordflügel anlässlich des diesjährigen Tages des offenen Denkmals. Auch künftig wird das Thema Denkmalschutz einen festen Platz in unserem Informationsangebot haben: Ab sofort gibt es im sogenannten "Schlossgeschichten-Raum" einen Infopunkt zur Arbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Das Biosphaerium Elbtalaue – Schloss Bleckede ist zu allen Jahreszeiten ein Besuch wert!
SchlossPost (pdf-Datei 4,5 MB)

SchlossPost zur Sanierung des Nordflügels

Wissen Sie noch, was Sie vor gut zwanzig Jahren so bewegt hat? Der Begriff „Millennium“ war in aller Munde; die Computer hatten den Jahrhundertwechsel geschafft. Und dann war da noch die EXPO 2000 in Hannover und andernorts – auch in Bleckede, im Rahmen des Projektes „Wendepunkte“.

Alles ganz schön lange her und zumeist schon vergessen. Doch ein Projekt startete im Jahr 2000 und konnte nun – nach genau zwanzig Jahren – im Winter 2020/2021 beendet werden: Die Stadt Bleckede erwarb damals vom Landkreis Lüneburg das Schloss Bleckede und fasste den ersten von drei Bauabschnitten an, um dieses einmalige Denkmal für Bleckede und für die Zukunft zu erhalten.

Entdecken Sie in dieser SchlossPost was seither geschehen ist und wie insbesondere der Nordflügel zuletzt saniert wurde. Viel Vergnügen bei der Lektüre!

Akteure und Partner bei der Sanierung des Nordflügels

Das Schloss Bleckede hat über die Stadtgrenzen hinaus eine hohe (bau-)historische Bedeutung. Wie schon in früheren Bauabschnitten hat die Stadt Bleckede daher Mitstreiter gesucht und gefunden, um die finanziell notwendigen Mittel für den Erhalt des denkmalgeschützten Ensembles zu sichern. Alles in allem belaufen sich die Gesamtkosten auf ca. 2,3 Mio. Euro. Sparkassenstiftung Lüneburg 425.000 Euro Deutsche Stiftung Denkmalschutz 50.000 Euro Der größte Anteil wird aus dem niedersächsischen Städtebauförderungsprogramm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ finanziert (die oberen drei Bausteine auf dieser Seite). Die Stadt Bleckede wurde 2015 in das Programm aufgenommen; das Schloss Bleckede ist nach der Innenstadt dabei das größte öffentliche Projekt. Daneben werden aber auch private Investoren beim Erhalt ihrer Häuser unterstützt. Auch aus der Region gab es große Unterstützung: So beteiligten sich die Sparkassenstiftung Lüneburg mit 425.000 Euro und der Landkreis Lüneburg mit 325.000 Euro an den Gesamtkosten. Beide Institutionen sind schon seit vielen Jahren und auch bei früheren Bauabschnitten langjährige Partner der Stadt Bleckede und fördern sowohl den Erhalt des Gebäudes wie auch den Betrieb in seinen verschiedenen Dimensionen.

Der Löwenanteil der Finanzierung ist mit jeweils ca. einer halben Million Euro in die Sanierung des Innenbereichs und in die Fassaden geflossen. Ganz speziell für die historisch getreue Sanierung der Fenster im Treppenhaus und im Gerichtssaal wurde die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gewonnen. Dank der Unterstützung des Ortskuratoriums Lüneburg konnte hierfür die bedeutende Summe von 50.000 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Die Stadt Bleckede ist hoch erfreut über die umfassende Unterstützung und dankt allen genannten Partnern ganz herzlich.

Ein Blick in die Geschichte vom Schloss Bleckede

Das Biosphaerium Elbtalaue – Schloss Bleckede ist ein unter Denkmalschutz stehendes historisches Ensemble aus verschiedenen Jahrhunderten. Der älteste Teil ist der historische Turmstumpf, der auf das 13. Jahrhundert zurückgeht. Die beiden Gebäudeflügel stammen aus der Zeit um 1600 beziehungsweise aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Durch die verschiedenen Bauzeiten haben die beiden Flügel ein sehr unterschiedliches Aussehen. Während der jüngere Westflügel seit seiner Bauzeit im späten Barock mit einfachem, bemaltem Gefache von weitem einen flächigen Eindruck macht, ist der ältere Nordflügel mit Zierwerk versehen. Die Backsteine bilden Schmuckgefache, die bemalten Balken beinhalten eine Inschrift sowie fächerartige, bemalte Schnitzereien.
Das Nebengebäude, die ehemalige Remise, in der sich heute die Aquarienlandschaft befindet, stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.
So lassen sich Spuren aus den verschiedenen Epochen nebeneinander nachvollziehen: unverputztes Fachwerk mit Schmucksteinen und Rosetten sowie verputztes Fachwerk. Das Ensemble ist fast komplett von einem Wassergraben umgeben, eine Holzbrücke führt in den benachbarten Schlosspark.
Wer sich für die Baugeschichte des Schlosses interessiert, findet im Biosphaerium Elbtalaue im Ausstellungsraum „Schlossgeschichten“ im Erdgeschoss sowie an verschiedenen Stellen in der Ausstellung noch heute sichtbare Hinweise. So lassen sich im Kellergeschoss die verschiedenen Vorgängerbauten erahnen und auf dem Dachboden, der mit einer Ton-Licht-Schau erläutert und beleuchtet wird, zeigt sich, dass Dachböden mehr als „ein Haufen Balken“ sind.
Die Gebäude umfassen einen mit Kopfsteinpflaster verlegten Hof, der im Sommer zum Kaffeetrinken und Verweilen im SchlossCafé einlädt – immer mit Blick auf den burgenhaften Spielplatz.
Über das Jahr finden hier verschiedene attraktive Veranstaltungen statt, darunter Open-Air-Konzerte, wie zum Beispiel im Rahmen der Mecklenburgischen Festspiele, das Schlossfest am Historischen Wochenende, der Start der ElbeVeloTour oder Konzerte für Kinder.

Der Ausssichtsturm im Biosphaerium

Wind und Wetter setzen auch den ältesten Bauwerken irgendwann einmal zu ...

Aus Sicherheitsgründen müssen wir daher vorrübergehend unseren Aussichtsturm schließen. Alternativ bieten wir Ihnen einen schönen Ausblick Richtung Norden auf die Elbe im Dachgeschoss unseres Glastreppenhauses. Wo Sie noch weit schauen können, verrät Ihnen auch das Faltblatt "Fair zur Natur" mit großer Karte und vielen Ausflugszielen sowie den Aussichtstürmen in der Elbtalaue. Das Faltblatt erhalten Sie kostenfrei bei uns im Biosphaerium oder hier zum Download (pdf-Datei 1,7 MB).

Wer das Biosphaerium Elbtalaue besucht, den erwartet nicht nur eine Aquarienlandschaft, eine Biberanlage und eine Ausstellung rund um das Biosphärenreservat mit vielen interaktiven Elementen, sondern auch ein Aussichtsturm, der weit in die Aue blicken lässt.
Als integrierter Bestandteil der Gesamtanlage erreichen Sie nach gut 90 Stufen in 20 Metern Höhe die Aussichtsplattform. Die moderne Stahlkonstruktion wurde im Jahr 2002 in den historischen Turmstumpf eingebracht. Durch diese Vorgehensweise wurde die historische Substanz am wenigsten beeinträchtigt.  
Dabei richtet sich die Höhe des heutigen Turmes nach der historischen Höhe, soweit sie sich aus alten Zeichnungen ablesen lässt. Die Ursprünge des Turmes liegen wohl in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts.
Im Laufe der Jahrhunderte mag er als Wehr- und Gefangenenturm, aber auch zur Kontrolle der in Sichtweite befindlichen Elbschifffahrt gedient haben. Schließlich galt es, den Elbzoll einzutreiben. Heute steigen Sie zum Vergnügen die Wendeltreppe hinauf und genießen die traumhafte Aussicht.